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  • Cake Boss: Buddys Tortenwelt

    MI 16.04.2014 | 20.15 Uhr | TLC

    Auf diesen Sender hat die Welt gewartet: Vor einer Woche ist The Learning Channel (TLC) gestartet. Angeblich soll man, wenn man TLC einschaltet, etwas lernen. Das heißt, eigentlich sollen eher Frauen was lernen, denn an Frauen richtet sich der Spartenkanal vor allem.

    So lief am Mittwochabend "Cake Boss: Buddys Tortenwelt". Darin geht es um einen Mann, der ein Tortenimperium leitet. Na ja, eigentlich ist es eher ein kleines Geschäft. Gelernt, wie man Torten backt, haben die Zuschauerinnen aber nur am Rande. Die meiste Zeit ging es eher darum, wie Buddy mit seinen Angestelltinnen flirtet, und wenn sie nicht spuren, wie er sie zu guten Konditoreifachverkäuferinnen erzieht.
    Aber vielleicht habe ich die Reihe auch nur falsch verstanden: Vielleicht ging es gar nicht ums backen, sondern darum, wie man eine gute Verkäuferin wird.

    Auch sonst kann man auf TLC sehr viele furchtbar wichtige Dinge lernen: Wie man als über 30-Jährige noch Model wird. Wie man sich in Familie ganz doll lieb hat. Wie auch fette Frauen heiraten können. Wie man Geizhälse erkennt und loswird. Was Teens machen, wenn sie allein zu Hause sind.
    TLC ist ein weiterer Vertreter des Trashfernsehens. Braucht kein Mensch, aber so lange irgendwer damit Geld verdient, scheint es ja zu funktionieren.

  • Günther Jauch: Wie geht es Michael Schumacher? Prominente und die Grenzen der Berichterstattung

    SO 13.04.2014 | 21.45 Uhr | Das Erste

    Hörst du das auch?
    "Halleluja!"
    Ein riesiger Chor singt es lauthals: "Halleluja!" Und das schon seit Sonntagabend. Seit die "Bild"-Zeitung heilig gesprochen worden ist.

    In der Runde bei Günther Jauch ging es am Sonntagabend im Ersten um die Medienberichterstattung rund um Michael Schumacher, seinen Unfall, sein Koma. Und dabei stellte sich heraus: Die von der "Bild" sind die allerseriösesten.
    Alfred Draxler hat es immer wieder betont: Bei Springer würde man nie, nie, niemals etwas veröffentlichen, was Schumi schädigen würde. Man würde nie, nie, nie ein Foto abdrucken, das ihm im Krankenbett zeigt. Man würde angewidert ablehnen. Und überhaupt würde man immer total fair mit Promis umgehen. Im Dreck wühlen? Nein, das ist nicht "Bild"-Art. Das mache nur die Schweinepresse.
    Man möchte meinen, die "Bild" sei das seriöseste Medium Deutschlands. Schließlich habe man Geschichten in der Schublade, die man nicht veröffentlichen könne, wolle. Weil: zu intim. Man wisse zum Beispiel von einer Fußballgröße, die ein Alzheimerproblem habe. Würde man nicht veröffentlichen. Vermutlich werden aber, wo herr Draxler das nun doch ausgelaudert hat, andere recherchieren.
    Die bei der "Bild" sind die Guten, so Draxler. Vielleicht befand er sich aber auch nur im Fieberwahn.

    Oder der Promifotograf Hans Paul. Klar, er klettert auch mal in Mülltonnen, um Promis abzulichten, ohne dass sie das wissen. Aber sich vor die Klinik stellen, in der Schumi liegt, aber die Familie ablichten, die zu Schumi will - nein, nein, das ist nicht seine Art. Das lehnt er ab.

    Fassen wir zusammen: Bei Günther Jauch saß mit dem Vertreter der "Bild" ein Medium, das immer korrekt arbeitet. Und ein Paparazzo, der sich Sorgen um seine "Abgeschossenen" macht.
    Ja, nee, is' klar.

  • 24h Jerusalem

    SA 12.04.2014 | 6.00 Uhr | arte

    24 Stunden Jerusalem, von 6 bis 6 Uhr. Einen ganzen Tag lang streift man durch die israelische Großstadt, das Fernsehen macht's möglich.
    Nach dem riesigen Erfolg von "24h Berlin" folgt nun der zweite Stadt, die 24 Stunden lang unter die Lupe genommen wird. 70 Filmteams begeleiteten 90 Menschen im West- und Ostteil der Stadt. Das Bayerische Fernsehen und arte zeigen das Mammutprojekt.

    Aber der Hype bleibt aus, denn auch wenn die Projektleiter dieselben sind wie damals in der deutschen Hauptstadt, gibt es einen großen Unterschied. "24h Berlin" spielte hier. Wer im Sendegebiet des rbb lebte, kannte auch Berlin. Der wusste, dass es diesen einen Tag gab, an dem zig Kamerateams in der Stadt unterwegs waren. Der rbb hatte das intensiv begleitet. Und natürlich war die ganze Stadt und das Umland sehr gespannt darauf, was denn da nun rausgekommen ist. "24h Berlin" zeigte die Heimat und die Leute von nebenan.

    "24h Jerusalem" fehlt dieser Reiz. Auch wenn es auch dort ebenfalls faszinierende Augenblicke gibt, auch wenn man durchaus länger dranbleibt - das Fieber bleibt aus, die große Begeisterung. Jerusalem ist eine spannende Stadt voller Gegensätze, aber sie ist weit weg. Zumindest mir fehlte irgendein Bezug, das machte es mir schwer, reinzukommen in die Doku, der Anreiz dazu blieb aus.
    Dass der BR sein komplettes Programm freiräumt und teilweise auf den Bilungskanal BR alpha abschiebt, ist aber dennoch eine sehr bemerkenswerte Sache, die man nicht oft genug loben kann.

  • Frauchen und die Deiwelsmilch

    DO 10.04.2014 | 20.15 Uhr | Das Erste

    Beim SWR gibt man sich ja schon lange jung und völlig crazy. Deshalb wird ja auch der Jugend- und Servicesender einsplus vom SWR verantwortet. Nun gibt es offenbar Leute, die auch Daniela Katzenberger für jung und crazy halten. Und irgendwie ist sie das ja tatsächlich, aber wer ihre Sendungen bei VOX kennt, weiß, dass das nicht immer ein Vorteil sein muss.

    Während Frau Katzenberger bei VOX nicht mehr die allerbesten Einschaltquoten einfährt, versucht sie es nun im öffentlich-rechtlichen Fernsehen - als Schauspielerin. Zur Primetime im Ersten. Ein durchaus beachtlicher Aufstieg. Wobei auch beachtlich ist, dass die ARD so was zulässt, wo doch sonst Bedenkenträger das Programm gestalten.

    Und tatsächlich: "Frauchen und die Deiwelsmilch" ist ein wirklich schlechter Film. Aber die Überraschung ist: An Daniela Katzenberger liegt es nicht. Sie ist keine Top-Schauspielerin, aber sie macht ihre Sache recht gut. Aber was nutzt das, wenn sich die Drehbuchautoren für sie eine völlig öde, piefige Story ausgedacht haben. Ob man sich beim SWR dachte, dass man eine crazy Frau besser in einem Langweilermüll unterbringen sollte, damit das alles nicht allzu aufregend werden könnte?
    Genau diesen Eindruck machte der Film.
    Mal ganz abgesehen davon, dass der Pfälzer Dialekt schwer zu verstehen und auf Dauer nervig ist - viele der Schauspieler nuschelten. Oder ist Nuscheln gleichzusetzen mit Pfälzisch? Ei jo.

  • Karla Kolumna ist tot!

    Ihre schrille Stimme kennen sicherlich viele: Karla Kolumna war die rasende Reporterin in Neustadt, der Heimat von Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen.
    Sie, oder vielmehr die Sprecherin Gisela Fritsch, ist gestorben - und zwar schon im Juli 2013. Bis heute habe ich dazu nichts gefunden. Das traurige reignis ist an mir vorbeigegangen.

    Erst eine Recherche zum Kinofilm "Bibi & Tina" hat mich darauf gebracht. Bei Wikipedia fand ich den Eintrag zur gleichnamigen Hörspielserie, dem Ableger der "Bibi Blocksberg"-Reihe. Dort traf ich auf Karla Kolumna und Gisela Pukaß-Fritsch - und dass sie im vergangenen Jahr gestorben ist.

    Das erklärt auch auch die Beobachtung, die noch gar nicht so lange her ist. Im März war ich mit einem Freund im Kino. Wir haben "Philomena" gesehen - mit Judi Dench. Schon im Kino flüsterte ich meinem Freund zu, dass die Dench diesmal eine andere Synchronstimme habe. Jetzt weiß ich auch warum. Gisela Fritsch sprach nicht nur Karla Kolumna, sondern u.a. auch Judi Dench - in den "James Bond"-Filmen zum Beispiel.

    Ein sehr verspäteter Nachruf, aber mir wird ihre Stimme fehlen.

  • Deutschland sucht den Superstar: Jury-Zickenkrieg

    SA 05.04.2014 | 20.15 Uhr | RTL

    Da habe ich doch vergangene Woche glatt behauptet, es gebe bei "DSDS" noch keinen Zickenkrieg. Dabei ist das völliger Quatsch, es gibt ihn - nur diesmal von völlig ungewohnter Seite: in der Jury!

    Es scheint, als ob sich die Jury hasst. Wenn Marianne Rosenberg etwas gut findet, dann sieht Dieter Bohlen das ganz anders, um gleich mitzuteilen, dass Frau Rosenberg irgendwas nicht richtig gehört habe. Wenn Mietze Katz einen Beitrag bejubelt, dann macht sich Kay One darüber lustig. Wenn der widerum mal wieder einen frauenfeindlichen Gag macht, erntet er von Mietze und Marianne böse Blicke.
    Es dürfte also noch spannend werden, ob sich die Jury während der Staffel noch völlig zerfleischt. ich sehe es schon vor mir, wie Marianne kreischend auf Dieter und Kay One einprügelt.

    Und die Kandidaten? Joa, ziemlich mau, ziemlicher Durchschnitt. So mäßig waren die Ausgewählten noch nie. Wozu gibt's eigentlich ein casting, wenn in der Show nur noch die nicht ganz so Talentierten auftreten? Schief singen kann ich auch.

  • Wetten, dass...?: Das Aus

    SA 05.04.2014 | 20.15 Uhr | ZDF

    Das Wichtigste zum Schluss: "Wir sehen uns wieder am 4. Oktober mit den letzten drei Ausgaben von ,Wetten, dass..?'. Das war's. Ihnen allen einen schönen Abend und bis bald!" Die letzten Worte von Markus Lanz in der ZDF-Show am Sonnabend hatten es in sich. Er verkündete das Aus der Show im 34. Jahr. Nach dem 13. Dezember 2014 wird "Wetten, dass...?" Geschichte sein.

    Das ZDF und Lanz schmeißen hin. Dass Lanz die Brocken hinwirft, ist verständlich. Dass das ZDF aufgibt, ist traurig.
    Dreimal noch muss sich Markus Lanz nun dem Bashing hingeben, dass er es ja sowieso nicht könne, und dass ja früher alles besser gewesen sei. In den vergangenen beiden Jahren haben sich die Kritiker an Lanz die Finger wund geschrieben. In den Medienforen gibt's sogar Leute, die Frank Elstner wiederhaben wollen - und sie meinen das ernst!

    Ja, Markus Lanz war nicht die Nummer-1-Wunschbesetzung des ZDF. Und er ist vermutlich auch nicht der beste Mann für die Show. Sine Talkshow hat er (meistens) im Griff, aber für die große Show ist er zu ortdentlich, zu wenig Entertainer.
    Aber wer hatte denn ansonsten den Arsch in der Hose, das Ding zu übernehmen? Niemand! Kein Hape Kerkeling (der auch nicht der richtige egwesen wäre), keine Barbara Schöneberger und kein Jörg Pilawa. Und wer sonst noch so gefragt worden ist.

    Wenn das ZDF in einer Pressemitteilung sagt, dass sich die Sehgewohnheiten geändert haben, und "Wetten, dass...?" deshalb an Quotenschwund leidet, dann stimmt das aber natürlich auch nur zum Teil. Selbstkritik? Null. Dabei hat die Redaktion insbesondere im ersten Jahr teilweise ganz miese Arbeit geleistet: unsinnige Aktionen, peinliche Spielchen, imageschädigende Mätzchen. Lanz musste dafür als Frontmann geradestehen. Nicht immer konnte er was dafür, aber selten ist es ihm andererseits aber auch gelungen, das auszubügeln.

    Die Show am Sonnabend war gut. Abwechslungsreiche Wetten, interessante Gäste, inesgesamt recht kurzweilig. Die Show hat immer noch Potenzial, aber das ZDF gibt nun auf. Traurig wird es auf jeden Fall sein, wenn im Dezember eine Ära endet.

  • Die Kim Wilde 80er Show

    DO 03.04.2014 | 20.05 Uhr | Berliner Rundfunk 91|4

    Da waren sie aber mal so richtig stolz! Kim Wilde. Beim Berliner Rundfunk! Für den Radiosender war das der Knaller, als diese Personalie im vergangenen Herbst angekündigt wurde. Die Sängerin moderiert eine Radioshow mit den Hits aus den 80ern. Angeblich erzählt sie auch Insiderinformationen. Wahnsinn!

    Aber mal unter uns. Ob da nun Kim Wilde sitzt, ein Roboter oder ein Sendeausfall stattfindet, ist eigentlich wurscht. Am Donnerstagabend sagte Kim Wilde, dass man bei ihr 80er-Jahre-Hits höre, worauf ein 80er-Jahre-Hit zu hören war. Später kamen weitere Plattitüten. Könnte man sich genauso gut sparen. Zumal sie auf Englisch redet, und das auch noch akustisch nicht ganz einfach zu verstehen. Mehrwert für die Hörer des Berliner Rundfunks: null.

    Nur weil jemand irgendwann mal einen oder mehrere Hits hatte, muss das noch lange kein Grund sein, so zu tun, als sei das ein Grund, warum sie eine Radioshow moderieren muss.

  • Champions League - Viertelfinale: Madrid-Dortmund

    MI 02.04.2014 | 20.30 Uhr | ZDF

    Jürgen Klopp hat am Mittwochabend die richtigen Worte gefunden: "Auf doofe Fragen kann ich nur doof antworten." Und die Frage, um die es ging, die war in der Tat extrem doof.
    Im Champions-League-Viertelfinale verlor Dortmund gegen Madrid mit 0:3. Im Anschluss stellte sich Dortmund-Trainer den Fragen von ZDF-Moderator Jochen Breier.

    In letzter Zeit machte Klopp mit patzigen Antworten in Pressekonferenzen und Interviews die Rede. Wer ihm patzig kam oder die falschen Fragen stellte, bekam die entsprechende Antwort. Mehr und mehr ist das allerdings eine Masche geworden, die dann doch nervt. Immer öfter hat man den Eindruck, Klopp habe sich nicht genug unter Kontrolle.

    An diesem Mittwoch aber, da hielt sich ZDF-Mann Breier offenbar für besonders locker und lustig. Breier fragte in Hinblick auf das 3:0 und das Rückspiel: "Sie haben gerade gesagt, wir treten natürlich an, aber die Sache ist durch, oder?"
    Was hätte Klopp tun sollen? "Ja, Sie haben Recht, wir sagen das Rückspiel ab." "Ja, Sie haben Recht, ich trete als Trainer zurück und Sie sind mein Nachfolger, Herr Breier."
    Welche ernsthafte Antwort erwartet Breier in einer solchen Situation, in der ein Trainer sowieso schon angefressen ist, weil seine Mannschaft haushoch verloren hat? Und natürlich in einer Zeit, in der Klopp sowieso schon schlecht auf die Reporterfragen zu sprechen ist.

    Klopp rang erst um Worte, und dann: "Entschuldigung, ich möchte nicht im ZDF-Studio schon wieder mit jemanden aneinander geraten. Aber auf doofe Fragen kann ich nur doof antworten. Wie wir alle wissen." Am Ende fragte er: "Sind wir fertig?" und warf das Mikro auf den Tisch. Klopp und Breier waren fertig, und Klopp verabschiedete sich bei Co-Moderator Kahn, bei Breier nicht.
    Jürgen Klopp könnte sich insgesamt mehr zusammenreißen. Die Reporter und Moderatoren aber auch. Jochen Breier hatte am Mittwoch jedenfalls keinen guten Tag.

  • taff: Im Hoeneß-Knast

    DI 01.04.2014 | 17.00 Uhr | ProSieben

    Heißa, was für ein Spaß! Anfang der Woche besuchte eine Journalistenmeute den Knast im bayerischen Landsberg. Alle wollen sie sehen: Wie wird Hoeneß wohnen, wenn er hinter Gitter muss? Als ob es nichts mehr Wichtigeres mehr gäbe, latschten unzählige Kameraleute und Reporter durch die Räume.
    Im ProSieben-Boulevardmagazin "taff" lief der Beitrag am Dienstagnachmittag, aber auch in vielen anderen Nachrichtensendungen waren die Bilder zu sehen.

    Der Blick in die Zelle. In die Hoeneß-Hölle. Der Speiseplan. Und, na, Gott sei Dank, einen Fußballplatz gibt es auch, und vielleicht hat der Uli ja Lust, dort ein bisschen zu spielen. Wer weiß, vielleicht gibt es im Hintergrund schon einen Vertragspoker darüber, wer denn die Hoeneß-KM (Knastmeisterschaft) live übertragen darf. Natürlich kamen noch Ex-Knackis zu Wort, die berichteten, dass das alles ja manchmal ganz schön hart ist.

    Aber was soll eigentlich diese Rumgeiferei? Uli Hoeneß kommt völlig verdient in den Knast. Aber müssen wir ihn dermaßen hofieren? Muss wirklich eine Medienmeute schon vorher mal im Knast nachgucken, wie es ihm dort denn gehen könnte?
    Ein mehr als bizarres Schauspiel.

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