MI 23.01.2013 | 20.15 Uhr | Sat.1

Katarina Witt hat's nicht einfach, sie wird von einem Stalker verfolgt, und in der Sat.1-Primetime darf sie in die Kamera stammeln, wie schlimm das ist.
Das allerdings ist keine Spezialfolge vom Dokusondermüll "Pures Leben" oder "Schicksale", sondern ein, ähm, richtiger Film.

Es ist bislang nie eine gute Idee gewesen, wenn sich nichtschauspielernde Promis im Film selbst spielen. Da aber Sat.1 schon lange für nicht gute Ideen bekannt ist, hat man es gewagt. In "Der Feind in meinem Leben" spielt Katarina Witt Katarina Witt.
Funktioniert - man hätte es ahnen können - natürlich nicht.

Das kann man ihr nicht übel nehmen, aber Katarina Witt ist keine Schauspielerin. Und das merkt man. Sie spult ihre Texte wie ein Roboter ab, dessen Batterien auf dem letzten Loch pfeifen. Sie betont Sätze kaum oder falsch, es ist zum Haareraufen.
Sat.1 hat ihr trotzdem einen Primetimefilm geschenkt - und ihn am Mittwochabend sogar gesendet. Ob die Zuschauer Schadensersatz für den ruinierten Fernsehabend verlangen können, ist derzeit noch unbekannt. Aber andererseits: Das war ein Flop, den man hätte erahnen können.